Dyskalkulie (Rechenstörung)
Bei einer Rechenstörung fällt es betroffenen Menschen besonders schwer, die Welt der Mengen und Zahlen zu begreifen und basale Rechenoperationen durchzuführen. Das Defizit betrifft die Beherrschung der grundlegenden Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten. Menschen mit Rechenstörung machen bei mathematischen Aufgaben mehr Fehler und benötigen länger zum Lösen einer Rechenaufgabe als Menschen ohne Rechenstörung.
Je früher eine Dyskalkulie entdeckt wird, desto besser!
Mögliche Anzeichen:
Fehlt Ihrem Kind die Verbindung zwischen Zahlbegriff und Menge?
Ihr Kind rechnet nicht, sondern zählt einzeln dazu, meistens unter Zuhilfenahme der Finger?
Das Erkennen der Rechensymbole fällt Ihrem Kind schwer?
Ihr Kind hat große Schwierigkeiten beim Kopfrechnen und beim Erlernen des Einmaleins?
Vertauscht Ihr Kind die Ziffern (82 statt 28)?
Das Zählen und Rückwärtszählen gelingt Ihrem Kind nicht?
Das Erlernen der Uhrzeit bereitet Ihrem Kind große Schwierigkeiten?
Das Überschreiten des Zehners und/oder Hunderters ist für Ihr Kind ein Problem?
Achtung! Nicht jedes dieser Anzeichen weist zweifelsfrei auf eine Dyskalkulie hin. Genauso wenig schließt das Nichtvorhandensein der oben genannten Merkmale eine Dyskalkulie aus. Sollten Sie sich diesbezüglich Sorgen machen oder Probleme in der Schule vorhanden sein, ist eine Abklärung in jedem Fall zu empfehlen.
